Elternberatung bei Stottern
Dein Kind stottert. Du möchtest richtig reagieren.
Eltern verursachen Stottern nicht. Aber sie können viel dafür tun, dass ihr Kind sich beim Sprechen sicher, gehört und angenommen fühlt. Ich unterstütze dich dabei aus eigener Erfahrung – ergänzend zur fachlichen Abklärung.
Das Wichtigste zuerst: Du bist nicht schuld.
Stottern ist nach aktuellem Forschungsstand überwiegend genetisch und neurophysiologisch bedingt. Erziehung, Unsicherheit oder ein bestimmtes Elternverhalten verursachen es nicht. Trotzdem können Reaktionen aus dem Umfeld den Sprechdruck, die Scham und das Vermeidungsverhalten eines Kindes beeinflussen.
Was du als Mutter oder Vater beeinflussen kannst
Sprechdruck erkennen
Du erkennst Situationen, in denen gut gemeinte Hilfe zusätzlichen Druck erzeugt.
Ruhig und klar reagieren
Du hörst auf den Inhalt, lässt dein Kind aussprechen und vermeidest korrigierende Hinweise.
Scham nicht verstärken
Du sprichst offen und selbstverständlich über Stottern, ohne es zum Mittelpunkt zu machen.
Schule und Umfeld einbeziehen
Du kannst Lehrkräften und Angehörigen konkret erklären, was deinem Kind hilft.
Meine Rolle als Coach
Ich habe selbst mehr als 20 Jahre gestottert. In der Elternberatung gebe ich diese Erfahrung weiter und helfe dir, belastende Alltagssituationen anders zu betrachten. Ich diagnostiziere oder behandle dein Kind nicht. Die Beratung richtet sich an dich als Elternteil.
Wenn das Stottern anhält, stärker wird, dein Kind körperlich kämpft oder darunter leidet, gehören Kinderarzt und eine auf Stottern spezialisierte logopädische beziehungsweise sprachtherapeutische Fachstelle unbedingt dazu.
So läuft die Elternberatung ab
Du schilderst die Situation
Schriftlich oder in einem ersten Gespräch. Was passiert, wann steigt der Druck und was belastet dein Kind?
Wir sortieren den Alltag
Wir trennen die Redeflussstörung von den emotionalen Reaktionen und betrachten konkrete Situationen.
Du bekommst Orientierung
Du erhältst klare nächste Schritte für Zuhause, Schule, Umfeld und gegebenenfalls die fachliche Abklärung.
Häufige Fragen
Sind Eltern schuld, wenn ein Kind stottert?
Nein. Elternverhalten und Erziehungsstil verursachen Stottern nicht. Eltern können aber beeinflussen, ob das Kind zusätzlichen Druck oder Sicherheit erlebt.
Kann Elternberatung das Stottern auflösen?
Dieses Versprechen wäre unseriös. Ziel ist ein sicherer, entlastender Umgang und weniger Scham oder Vermeidung – nicht eine Heilzusage.
Ersetzt das eine logopädische Abklärung?
Nein. Elternberatung ist ergänzend. Diagnostik und Behandlung gehören in fachlich qualifizierte Hände.
Ist mein Kind bei der Beratung dabei?
Die Beratung richtet sich an die Eltern. Andreas diagnostiziert oder behandelt das Kind nicht.
Kann ich zuerst nur schreiben?
Ja. Du kannst die Situation in Ruhe über das Formular schildern und erhältst eine persönliche Antwort per E-Mail.
Erzähl mir zuerst in Ruhe, was euch belastet
Du musst keinen Termin buchen. Eine schriftliche Anfrage reicht für den ersten Schritt.